Namibisches Rinderragout (Potjiekos)

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Namibia ist ein Land, in dem viel Fleisch vom Rind, Lamm, Strauß und von Antilopen und anderen Wildtieren gegessen wird. Eins der Gerichte, das mein ganzes Leben geprägt hat, ist oder war Rinderragout. Rinderragout, auch bekannt als Beef Potjie, ist eines der typischen Gerichte Namibias bzw. Südlichen Afrikas. Es wird normalerweise in einem dreibeinigen Topf, einem sogenannten „Potje“‚ auf dem offenen Feuer vorbereitet. Das Köcheln dauert normalerweise 3 bis 4 Stunden und manchmal noch länger. Das hängt von dem Alter des Tieres ab, aber die ganze Arbeit lohnt sich.

Es gibt verschiedene Arten, das Beef Potjie zuzubereiten und heute verrate ich euch die einfachste Art. Für dieses Rezept nahm ich einfach Rinderbeinscheiben (es ist sehr wichtig, dass das Fleisch ein bisschen Fett hat. Manchmal verwende ich auch durchwachsenes Fleisch), Möhren, Tomatenmark, Chili, Salz und Pfeffer. Falls ihr mehr Schärfe vertragt, einfach noch Peri Peri (Chili Arten aus dem Südlichen Afrika) dazugeben.

Dieses Rezept ist einfach, geschmackvoll, vielseitig, die Zubereitung dauert nur 2 Stunden und man kann es jederzeit rund ums Jahr essen. Da ich Kochkurse bei der VHS anbiete, habe ich schon einigen Leuten beigebracht, wie man Beef Potjie zubereitet und es hat allen gefallen. Also traut euch ruhig das Rezept nachzukochen.

Rinderragout wird zu jedem Anlass vorbereitet. Traditionell wird es mit Hirsebrei (bekannt als ‚Oshifima‘ in meiner Muttersprache Oshiwambo) oder Mielie Pap (Maisbrei), oder mit in Fett gebratenen Teigbällchen (Fat Cakes) serviert. Aber man kann es auch mit Selbstgemachtem Brot oder mit Kartoffelpüree servieren.

Genug geplaudert. Lass uns anfangen mit dem Kochen 🙂

Namibisches Rinderragout Rezept, Schritt- für- Schritt Anleitung

Portionen: 4
Insgesamt: 105 min
Arbeitszeit: 15 min
Kochzeit : 90 min

Ihr braucht:

  • 1 kg Rinderbeinscheibe/ Durchwachsenes Fleisch vom Rind
  • 80 g Tomatenmark
  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 300 g Möhren
  • 1 Liter heißes Wasser
  • Chili, Salz und Pfeffer

Ihr braucht auch:

  • ca. 4 EL Sonnenblumenöl zum Braten
  • einen größeren Topf
  • ein Messer
  • einen Löffel
  • und ein Schneidbrett

Namibisches Rinderragout (Potjiekos) Rezept, Schritt- für- Schritt Anleitung

1. Als erstes das Rindfleisch mit dem Küchenpapier abtupfen und in große Würfel schneiden. (Es ist wichtig, dass ihr kein fertiges Gulasch aus dem Laden verwendet. Es lohnt sich selber zu schneiden).

Als nächstes Zwiebeln und Knoblauch schälen und in kleine Würfelchen schneiden.

2. Öl in einem größeren Topf erhitzen und das Fleisch braten. Falls ihr einen kleineren Topf benutzt, einfach das Fleisch teilen und in mehreren Portionen nacheinander braten. Wenn der Topf zu voll ist, wird das Fleisch nicht richtig gebraten bzw. es wird nicht braun.

3. Zwiebeln und Knoblauch dazugeben und für ca. 5 Minuten braten. Immer wieder rühren.

Währenddessen die Möhren schälen und in nicht zu kleine Stückchen schneiden.

Die geschnittenen Möhren sowie Tomatenmark in den Topf geben, rühren und für eine Minute köcheln lassen.

4. Ca. 500 ml Wasser in den Topf gießen und schön mischen. Den Topf zum Kochen bringen und die Hitze reduzieren, zudecken und für ca. 60 Minuten köcheln lassen. Immer wieder rühren oder Wasser dazugeben, damit der Topfinhalt nicht anbrennt.

5. Nach 60 Minuten mit Salz, Pfeffer und Chili würzen.

Das restliche Wasser dazugeben

und für weitere 25 Minuten köcheln lassen oder bis das Fleisch schön zart ist und die Soße dickflüssig. Falls das Fleisch noch zäh ist, einfach Wasser dazugeben und länger köcheln lassen als die angegebenen Zeit.


Guten Appetit!

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Namibisches Rinderragout (Potjiekos)

Rinderragout, auch bekannt als Beef Potjie, ist eines der typischen Gerichte Namibias bzw. Südlichen Afrikas. Es wird normalerweise in einem dreibeinigen Topf, einem sogenannten „Potje“‚ auf dem offenen Feuer vorbereitet. Dieses Rezept ist einfach, geschmackvoll, vielseitig, die Zubereitung dauert nur 2 Stunden und man kann es jederzeit rund ums Jahr essen.
Prep Time15 mins
Cook Time1 hr 30 mins
Total Time1 hr 45 mins
Course: Hautgericht
Cuisine: Afrika, Botswana, Namibia, Südafrika
Keyword: afrikanische küche, beef potjie, Eintopf, Glutenfrei, gulasch, Low carb, namibische küche, potjiekos
Servings: 4 Portionen
Author: Ester from esterkocht.com

Equipment

  • einen größeren Topf
  • ein Messer
  • einen Löffel
  • ein Schneidbrett

Ingredients

  • 1 kg Rinderbeinscheibe/ Durchwachsenes Fleisch vom Rind
  • 80 g Tomatenmark
  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 300 g Möhren
  • 1 Liter heißes Wasser
  • Chili, Salz und Pfeffer
  • ca. 4 EL Sonnenblumenöl zum Braten

Instructions

  • Als erstes das Rindfleisch mit dem Küchenpapier abtupfen und in große Würfel schneiden. Als nächstes Zwiebeln und Knoblauch schälen und in kleine Würfelchen schneiden.
  • Öl in einem größeren Topf erhitzen und das Fleisch braten. Falls ihr einen kleineren Topf benutzt, einfach das Fleisch teilen und in mehreren Portionen nacheinander braten. Wenn der Topf zu voll ist, wird das Fleisch nicht richtig gebraten bzw. es wird nicht braun.
  • Zwiebeln und Knoblauch dazugeben und für ca. 5 Minuten braten. Immer wieder rühren. Währenddessen die Möhren schälen und in nicht zu kleine Stückchen schneiden. Die geschnittenen Möhren sowie Tomatenmark in den Topf geben, rühren und für eine Minute köcheln lassen.
  • Ca. 500 ml Wasser in den Topf gießen und schön mischen. Den Topf zum Kochen bringen und die Hitze reduzieren, zudecken und für ca. 60 Minuten köcheln lassen. Immer wieder rühren oder Wasser dazugeben, damit der Topfinhalt nicht anbrennt.
  • Nach 60 Minuten mit Salz, Pfeffer und Chili würzen. Das restliche Wasser dazugeben und für weitere 25 Minuten köcheln lassen oder bis das Fleisch schön zart ist und die Soße dickflüssig. Falls das Fleisch noch zäh ist, einfach Wasser dazugeben und länger köcheln lassen als die angegebenen Zeit. Guten Appetit!

Notes

  1. Es ist wichtig, dass ihr kein fertiges Gulasch aus dem Laden verwendet. Es lohnt sich selber zu schneiden.

Habt ihr das Rezept nachgekocht? Hat es euch gefallen? Schreibt einfach einen Kommentar oder teilt mit mir eure Kreationen auf Facebook oder Instagram.

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