Mit diesem einfachen Rezept kannst du cremigen Samp ganz leicht selbst zubereiten – ein traditionelles und vielseitiges Maisgericht aus dem südlichen Afrika.
Samp ist ein afrikanisches Maisgericht aus dem südlichen Afrika, das aus geschälten und grob gebrochenen Maiskörnern zubereitet wird. Es ist ein beliebter Klassiker in vielen Ländern des südlichen Afrikas, wie Südafrika, Botswana, Simbabwe und natürlich meinem Heimatland Namibia. Man kann es pur genießen oder als Beilage, beispielsweise zu Potjie oder Chakalaka.
In meiner Muttersprache Oshiwambo, einer der Sprachen Namibias, nennen wir es Omusha. Wobei Omusha eher allgemein mit vegetarischen Eintöpfen assoziiert wird, oft mit Bohnen, Mais oder Nüssen.

Kindheitserinnerungen aus einem namibischen Dorf
Als ich im Dorf aufgewachsen bin, haben wir den getrockneten Mais von unserem Feld immer zuerst mit etwas Wasser gestampft, um die Haut zu entfernen. Durch das Stampfen löst sich die Schale von den Körnern und die Maiskörner brechen leicht auf, ohne zu Mehl zu werden.
Anschließend wurde die Schale abgesiebt und der Mais für mehrere Stunden über offenem Feuer gekocht, mit großen Holzstücken, damit das Feuer nicht ausgeht.
Zum Beispiel: Wenn wir morgens zur Schule gegangen sind, stand schon ein Topf über dem Feuer und hat langsam vor sich hin geköchelt. Wenn wir dann von der Schule zurückkamen, war das Essen bereits fertig. Man musste es nur noch mit Salz, etwas Zucker und selbstgemachter Butter würzen und genießen.
Samp traditionell und modern zubereiten
Es gibt auch Samp mit Bohnen, meistens mit roten Bohnen, ähnlich wie Kidneybohnen, zusammen gekocht, bekannt als „Samp and Beans“. Es gibt so viele Arten, dieses Maisgericht zuzubereiten: ganz simpel nur mit Salz und selbstgemachter Butter, mit etwas Zucker, mit Milch oder mit einer Mischung aus allem, so wie ich es liebe.
Ich finde jedoch, die beste Art, Samp zuzubereiten, ist, ihn vorher einzuweichen, nicht wie damals bei uns im Dorf. Das beschleunigt den Kochprozess und spart außerdem Strom oder Feuerholz. Danach kann man ihn ganz nach Belieben fertig kochen.

Und heute zeige ich euch meine Lieblingsversion, Samp zu genießen: würziger Samp in einer cremigen Sahnesoße mit einem großartigen buttrigen Geschmack. Und falls ihr schon einmal Urlaub in Namibia gemacht habt, schmeckt dieses Gericht nach purer Nostalgie.
Zutaten
- 125 g Samp (getrockneter, geschälter und grob gebrochener Mais), 8 Stunden in Wasser eingeweicht
(Samp gibt es online sowie in einigen Afroshops oder südamerikanischen Läden zu kaufen) - 1 kleine Zwiebel, gewürfelt
- 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
- 2 Esslöffel Sonnenblumenöl
- 2 Esslöffel Weizenmehl
- Salz und schwarzer Pfeffer nach Geschmack
- 150 ml Milch
- 150 ml Schlagsahne
- ½ Esslöffel Zucker
- ½ Teelöffel getrockneter Thymian
- 1 Prise gemahlene Muskatnuss
- 20 g Butter
Afrikanisches cremiges Maisgericht selber machen – so geht’s
Den eingeweichten Samp in ein Sieb abgießen, abspülen und gut abtropfen lassen. Anschließend in einen mittelgroßen Topf geben, mit frischem Wasser großzügig bedecken und zum Kochen bringen.
Die Temperatur reduzieren, den Topf zudecken und den Samp etwa 1 Stunde weich garen. Falls nötig, zwischendurch etwas Wasser hinzufügen, damit der Samp nicht anbrennt.

Etwa 5 Minuten vor Ende der Kochzeit Milch und Sahne miteinander vermischen. Dann das Öl in einem mittelgroßen Topf erhitzen und die Zwiebel darin etwa 3 Minuten glasig andünsten. Den Knoblauch hinzufügen und für eine weitere Minute anbraten.
Das Mehl hinzufügen und gut verrühren. Nach und nach die Milch-Sahne-Mischung zugießen und dabei kontinuierlich kräftig rühren, damit keine Klumpen entstehen. Zucker, Thymian und Muskat hinzufügen und alles mit Salz und Pfeffer würzen.
Sobald der Mais weich ist, abgießen und dabei Kochwasser auffangen, falls während des Kochens noch etwas Flüssigkeit benötigt wird. Anschließend den gegarten Samp zur Mehlschwitze geben und alles gut vermischen.
Den Topf erneut zum Kochen bringen und das Ganze etwa 10 Minuten köcheln lassen.

Danach die Butter einrühren, den Samp probieren und gegebenenfalls mit Salz und Pfeffer abschmecken. Pur genießen oder zusammen mit Potjie oder Chakalaka servieren.
Noch mehr afrikanische Rezepte findest du in meinem Kochbuch „Afrika Made Easy“, das überall erhältlich ist.
Cremiger Samp aus dem südlichen Afrika
Zutaten
- 125 g Samp , (getrockneter, geschälter und grob gebrochener Mais), 8 Stunden in Wasser eingeweicht. (Samp gibt es online sowie in einigen Afroshops oder südamerikanischen Läden zu kaufen)
- 1 kleine Zwiebel , gewürfelt
- 1 Knoblauchzehe , fein gehackt
- 2 Esslöffel Sonnenblumenöl
- 2 Esslöffel Weizenmehl
- Salz und gemahlener schwarzer Pfeffer , nach Geschmack
- 150 ml Milch
- 150 ml Schlagsahne
- eine Prise Muskatnuss
- ½ Esslöffel Zucker
- ½ Teelöffel getrockneter Thymian
- 20 g Butter
Anleitungen
- Den eingeweichten Samp in ein Sieb abgießen, abspülen und gut abtropfen lassen. Anschließend in einen mittelgroßen Topf geben, mit frischem Wasser großzügig bedecken und zum Kochen bringen.
- Die Temperatur reduzieren, den Topf zudecken und den Samp etwa 1 Stunde weich garen. Falls nötig, zwischendurch etwas Wasser hinzufügen, damit der Samp nicht anbrennt.
- Etwa 5 Minuten vor Ende der Kochzeit Milch und Sahne miteinander vermischen. Dann das Öl in einem mittelgroßen Topf erhitzen und die Zwiebel darin etwa 3 Minuten glasig andünsten. Den Knoblauch hinzufügen und für eine weitere Minute anbraten.
- Das Mehl hinzufügen und gut verrühren. Nach und nach die Milch-Sahne-Mischung zugießen und dabei kontinuierlich kräftig rühren, damit keine Klumpen entstehen. Zucker, Thymian und Muskat hinzufügen und alles mit Salz und Pfeffer würzen.
- Sobald der Mais weich ist, abgießen und dabei etwa 100 ml Kochwasser auffangen, falls während des Kochens noch etwas Flüssigkeit benötigt wird. Anschließend den gegarten Samp zur Mehlschwitze geben und alles gut vermischen.
- Den Topf erneut zum Kochen bringen und das Ganze etwa 10 Minuten köcheln lassen. Danach die Butter einrühren, den Samp probieren und gegebenenfalls mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Pur genießen oder zusammen mit Potjie oder Chakalaka servieren. Noch mehr afrikanische Rezepte findest du in meinem Kochbuch „Afrika Made Easy“, das überall erhältlich ist.
Habt ihr dieses Maisgericht aus dem südlichen Afrika ausprobiert? Dann freue ich mich sehr über eure Kommentare und eine Bewertung!




